Zusammen_Wachsen ... damit Europa menschlich bleibt

Die Ursachen für diese zunehmende gesellschaftliche Polarisierung und Zerrissenheit in Europa sind vielfältig: soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, unsichere Arbeitsverhältnisse, steigende Lebenshaltungskosten und ungleiche Bildungschancen, nicht zuletzt auch die Erfahrung von Krieg, Flucht und Migration. Diese Herausforderungen schüren Ängste und treiben politische Polarisierungen voran. Historisch bedingte Spannungen und Konflikte spielen gerade im Osten Europas eine große Rolle – auch zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen. Unterschiedliche politische, religiöse und weltanschauliche Einstellungen wirken sich negativ auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus – besonders, wenn sie sich unvereinbar verfestigen. Populistische und nationalistische Bewegungen gewinnen an Einfluss, das Vertrauen in demokratische Institutionen schwindet. Viele Menschen fühlen sich überfordert.
Gerade in dieser Situation sind Kirche und Caritas gefragt. Das Verb „zusammen_wachsen“ beschreibt das christliche Verständnis von gelingendem Miteinander: Menschen wahrnehmen, verbinden und begleiten – über soziale, kulturelle und politische Grenzen hinweg. In den Partnerländern von Renovabis setzen sich kirchliche Akteure für Dialog, Teilhabe und Versöhnung ein: in der Ukraine, die unter dem russischen Angriffskrieg und seinen Folgen leidet, oder in Serbien, wo gerade junge Menschen ihre Zukunft in einem zunehmend autoritären Staat bedroht sehen. Auch in Deutschland sind Kirchengemeinden und sozial-karitative Dienste gefordert, Räume zu schaffen, in denen Menschen einander begegnen, gehört werden und Hoffnung schöpfen können.

Die Partner von Renovabis unterstützen benachteiligte Gruppen, fördern den Dialog der Generationen, initiieren Bildungsprojekte für Minderheiten und engagieren sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Die Pfingstaktion 2026 lädt ein, diese Erfahrungen in Verkündigung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit aufzugreifen – und durch Spenden solidarisch mitzutragen.

 

Bildungsangebote

Osteuropa zum Thema machen. Foto-Ausstellungen zum Ausleihen, Dikussionsveranstaltungen, Referenten, etc.

Dr. Monika Bossung-Winkler

Referentin für Globales Lernen